Coronavirus | Reservepersonal und Zivilschützer als Verstärkung eingesetzt

15 Altersheim-Bewohner an Coronavirus gestorben

Bis am 31. März waren 72 Bewohner in Walliser Alters- und Pflegeheimen Corona-positiv getestet worden. Besuche sind verboten, Telefon- und Videoanrufe werden gefördert. (Symbolbild)
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Bis am 31. März waren 72 Bewohner in Walliser Alters- und Pflegeheimen Corona-positiv getestet worden. Besuche sind verboten, Telefon- und Videoanrufe werden gefördert. (Symbolbild)
Foto: Keystone

Quelle: 1815.ch 0

Bis Ende März sind im Kanton 15 Bewohner der Alters- und Pflegeheime an Covid-19 gestorben. Der Kanton hat am Donnerstag weitere Massnahmen zum Schutze der Bewohner herausgegeben.

Vor allem die ältere Generation gehört zur Coronavirus-Risikogruppe. Bis Ende März sind 15 Bewohner in Alters- und Pflegeheimen im Kanton an Covid-19 gestorben, 72 Bewohner haben sich angesteckt. Eine noch höhere Anzahl der Ansteckung und Todesfälle ist derzeit auch die grösste Sorge von Pflegedirektoren in der Region. Im Kanton Wallis leben derzeit mehr als 3000 Personen in einem Alters- und Pflegeheim. Diese Personen sind aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters besonders anfällig für COVID-19. Sie leiden häufig an einer oder mehreren chronischen Krankheiten. Um ihre Gesundheit zu schützen, hat der Kanton bereits verschiedene Massnahmen ergriffen. Weitere sind geplant. Dies mit dem Ziel, die Versorgung zu optimieren und Spitalaufenthalte zu vermeiden.

Die Dienststelle für Gesundheitswesen wird in Zusammenarbeit mit dem Dachverband AVALEMS die tägliche Überwachung der Situation in den Alters- und Pflegeheimen des Kantons sicherstellen. Die Überwachung der Anzahl der vermuteten und bestätigten Bewohner mit COVID-19 und des Personals in Isolation wird es ermöglichen, Massnahmen zu ergreifen, bevor sich die Situation verschlechtert. Unterstützung in Form von Personal und Ausrüstung oder dem Fachwissen von Spezialisten für Infektionskrankheiten wird vom Kanton bereits jetzt wie auch künftig geleistet.

Auch die medizinische Unterstützung für die Alters- und Pflegeheime wird verstärkt. Die Vertrauensärzte können von einem «zuständigen» Arzt unterstützt werden, um sie bei Aufgaben im Zusammenhang mit dem Management der Epidemie zu unterstützen. Diese Ärzte müssen dem Personal der Alters- und Pflegeheime in Notfallsituationen rund um die Uhr medizinische Unterstützung garantieren. Durch eine Koordination mit den behandelnden Ärzten kann die Anzahl der Besuche von behandelnden Ärzten bei den Bewohnern der Alters- und Pflegeheime reduziert und so das Infektionsrisiko minimiert werden. Darüber hinaus haben die Geriater des Spital Wallis ihre Verfügbarkeit erhöht, um Indikationen im Zusammenhang mit Spitalaufenthalten oder bei Fragen zur geriatrischen Versorgung zu besprechen.

Besuche in den Alters- und Pflegeheimen im Wallis sind schon länger verboten. Kontakte per Telefon oder Videoanruf wurden verstärkt. Personen, die Symptome des Coronavirus zeigten oder positiv getestet wurden, werden sofort in ihrem Zimmer isoliert, um die Verbreitung des Virus innerhalb der Einrichtung zu verhindern. Wenn es die Architektur der Räumlichkeiten erlaubt, wurden getrennte Bereiche für Eindämmung und Quarantäne eingerichtet.

Zudem hält sich das Pflegepersonal in den Alters- und Pflegeheimen strikte an die Hygienevorschriften des Bundesamts für Gesundheit (Maske, Schutzkittel, Handschuhe je nach Situation). Pflegepersonal, das Symptome zeigt, muss seine Tätigkeit einstellen und sich selbst isolieren. Reservepersonal sowie Zivilschutzangehörige wurden bereits von der Dienststelle für Gesundheitswesen als Verstärkung für die Alters- und Pflegeheime eingesetzt.

wy

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