Banken | Die Walliser Geldinstitute treffen erste Massnahmen für die KMU und die Selbstständigerwerbenden

Warten und Hoffen auf den Bundesrat

Aus. Die Gastronomie leidet, heute gibt es Details zum 
Hilfsprogramm. Foto mengis media/andrea soltermann
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Aus. Die Gastronomie leidet, heute gibt es Details zum 
Hilfsprogramm. Foto mengis media/andrea soltermann
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Quelle: 1815.ch /hbi 0

Sitten | Die Walliser Kantonalbank (WKB) hat am Montag mitgeteilt, dass man die Amortisationspflicht für KMU und Selbstständigerwerbende bis Ende Jahr sistieren wird. Andere Banken kündigen ähnliche Massnahmen an.

Damit komme man dem Auftrag zur Unterstützung der kantonalen Wirtschaft nach, sagt Oliver Schnyder, Leiter der Division Märkte bei der Walliser Kantonalbank. Das verschafft den Unternehmen zusätzlich und rasch Liquidität, denn die Massnahme gilt auch für Beträge, die auf den 31. März fällig werden. Allein bei der Kantonalbank bewegt sich diese Summe in der Grössenordnung von 100 Millionen Schweizer Franken. Der Aufschubprozess für Beträge, die am 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember fällig sind, erfolgt automatisch.

Bereits heute werden weitere Schritte erfolgen, wenn der Bundesrat aufzeigt, wie die in der vergangenen Woche beschlossenen Massnahmen umgesetzt werden sollen. Konkret geht es um Liquiditätshilfen vom Bund in der Höhe von 20 Milliarden Franken. Schnyder geht davon aus, dass der Bundesrat die Verordnung verabschiedet. «Wir arbeiten mit Hochdruck daran, um diese Finanzierungen dann auch so schnell wie möglich im vereinfachten Verfahren vornehmen zu können», sagt Schnyder.

Raiffeisen setzt auf
individuelle Lösungen

Ähnlich argumentiert Karl-Heinz Fux. Er ist Präsident der Oberwalliser Raiffeisenbanken. Einen generellen Aufschub der Amortisationspflicht plant Raiffeisen nicht: «Wir haben den Vorteil, dass wir dezentral organisiert sind. Wir suchen für jeden Kunden individuelle Lösungen. Raiffeisen hat zudem schweizweit bereits 100 Millionen Franken zur Verfügung gestellt.» Auch Fux geht davon aus, dass es heute nach dem Entscheid des Bundesrats «richtig losgeht».

Gleich tönt es seitens der UBS. Auch hier können für besonders stark betroffene KMU Amortisationszahlungen oder Leasingraten vorübergehend ausgesetzt werden. Die Bank verfüge «über Kapazitäten von mehreren Milliarden von Franken, um ihren Schweizer Firmenkunden, die unverschuldet in Not geraten sind, Liquidität bereitzustellen».

Schweizweit rechnet man mit 60 000 bis 80 000 Gesuchen für Überbrückungskredite. Man kann davon ausgehen, dass bei allen Banken und für alle Kunden die gleichen Bedingungen gelten. Der Bund übernimmt für Kredite bis 500 000 Franken das volle Risiko. Unternehmer können ab morgen Donnerstag zu ihrer Bank gehen. Davon, dass sie das Geld «in einer halben Stunde» bekommen, wie Bundesrat Ueli Maurer ankündigte, geht man bei den Banken nicht aus, aber innerhalb weniger Tage sollen die Kredite verfügbar sein. Bei Beträgen von einer halben bis zu 20 Millionen Franken verbürgt der Bund 85 Prozent. 15 Prozent des Risikos tragen die Ban-
ken. Die entscheidende Frage bleibt aber: Wie viel von diesen Krediten müssen die Firmen zurückzahlen? hbi

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