Coronavirus | Vor allem für die Altersheime wird sich so schnell nicht viel ändern

Das Risiko für die Risikogruppe bleibt

Gesundheitsministerin Esther Waeber-Kalbermatten: «Grosseltern, Eltern und Kinder können sich nicht mehr physisch begegnen. Das bereitet vielen Bauchschmerzen.» (Symbolbild: Altersheim in Susten)
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Gesundheitsministerin Esther Waeber-Kalbermatten: «Grosseltern, Eltern und Kinder können sich nicht mehr physisch begegnen. Das bereitet vielen Bauchschmerzen.» (Symbolbild: Altersheim in Susten)
Foto: mengis media

Quelle: 1815.ch 0

Auch wenn der Bundesrat in ein paar Tagen oder Wochen die Massnahmen lockert, wird sich für die Risikogruppe nicht viel ändern. Der Coronavirus verschwindet nicht einfach so.

Der Bundesrat hat am Mittwoch mitgeteilt, dass er die Massnahmen zur Bekämpfung des Virus um eine Woche bis zum 26. April verlängert. Nachher sollen die Massnahmen schrittweise gelockert werden. Es wäre jedoch illusorisch zu glauben, dass nach einer Lockerung der Massnahmen alles wieder so sein wird wie früher. Vor allem für die Altersheime wird sich so schnell nicht viel ändern, denn die ältere Generation wird auch nach der Aufhebung des Lockdowns weiterhin zur Risikogruppe gehören. Auch das Coronavirus verschwindet nicht von einem Tag auf den anderen. Gesundheitsministerin Esther Waeber-Kalbermatten wagt bereits einen Blick in die Zukunft: «Wir müssen schauen, ob wir in den Altersheimen genauso streng weiterfahren wollen, wie es bisher der Fall war. Aktuell gilt ein striktes Besuchsverbot. Grosseltern, Eltern und Kinder können sich nicht mehr physisch begegnen. Das bereitet vielen Bauchschmerzen. Denn die Heime sind in den allermeisten Fällen der letzte Schritt in einem Leben einer Person. Danach wartet der Tod. Zeit zu verlieren, wird in solchen Lebensphasen nicht präferiert.»

Die Situation ändere sich erst dann, wenn es einen Impfstoff gebe, sagt die Gesundheitsministerin. Die nächste Phase werde keine einfache sein, denn für einen solchen Impfstoff dauere es ein gutes Jahr. «Auch wenn die Geschäfte und die Restaurants wieder offen sind, müssen die Hygieneregeln weiterhin überall eingehalten werden. Wenn wir diese Regeln in naher Zukunft missachten, dann sind wir in zwei bis drei Monaten wieder am selben Punkt.» Denn die Zeichen würden derzeit gut stehen: Die Zahl der Hospitalisierungen gingen in der Schweiz erstmals zurück.

Die Hoffnung auf Besserung steckt Waeber-Kalbermatten nun auch in Tests. «Es gibt bereits verschiedene Bluttests, welche die Immunität bei Ansteckung bestätigen.» Diese Tests sind jedoch teilweise noch nicht zugelassen und die Immunität noch nicht 100-prozentig klar. Falls aber die Immunität bestätigt wird, könnten Angehörige wieder Besuche abstatten. «Das würde alles vereinfachen», so Waeber-Kalbermatten.

Der Immunologe und Biologe Beda Stadler hofft derzeit auf eine möglichst breite Immunität der Leute. «Es geht nicht nur um Medikamente oder einen Impfstoff, sondern auch um die Immunität. Wenn einmal genügend Leute in der Umgebung immun sind, dann wird das Risiko für die Risikogruppe schwindend klein.»

sr

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