Was in Steg nicht geht, ist in Gölle erwünscht
«Rothis» eröffnet neue Western-Ranch
Heinz Rothenbühler im stillgelegten Western City beim «Rothis» in Steg.
Foto: zvg
Das «Rothis» neben dem Bahnhof Steg: Heinz Rothenbühler dementiert Gerüchte über eine allfällige Schliessung.
Foto: 1815.ch
Nach einer Abrissverfügung der Gemeinde Steg zur Western-Stadt im «Rothis» am Bahnhof Steg baut Mitbesitzer Heinz Rothenbühler (56) ein ähnliches Angebot nun in Ungarn auf.
In letzter Zeit kursierende Gerüchte, wonach das «Rothis» in Steg-Gampel dichtmacht, dementiert Mitbesitzer Heinz Rothenbühler auf Anfrage allerdings. «Wir schliessen das Rothis natürlich nicht. Wir mussten im Herbst 2013 auf Verlangen der Behörden von Steg nach langem juristischem Hickhack lediglich das Western-City komplett abbauen.» Das tangiere die restlichen Angebote im Ausgehtreff am Bahnhof Steg-Gampel in keinster Weise.
Ins Western-City in Steg hatte Rothenbühler viel persönliches Engagement mithilfe von Freiwilligen investiert. Vorab den Jugendlichen sollte etwas geboten werden. Obwohl der Kanton grundsätzlich mit dem Weiterführen des Betriebs einverstanden gewesen wäre, habe die Gemeinde Steg auf einen Abbruch bestanden, bedauert Heinz Rothenbühler.
«Zumal das Angebot sehr attraktiv und weit über die Region hinaus beliebt war. Die Theatervorführungen kamen bei den Jungen gut an.» Trennen musste sich der «Rothis»-Betriebsleiter ebenfalls von seinen sechs Pferden – dies aufgrund einschlägiger Vorschriften des Kantons.
Nun hat Heinz Rothenbühler im ungarischen Ort Gölle einen Platz gefunden, wo seine Western-Ranch offenbar willkommen ist. «Ich habe in Gölle eine Liegenschaft nahe einem kleinen See erworben, wo ich ein Western-City im Stil eines amerikanischen Forts aufgebaut habe. Einzigartig in Europa. Und dort freut man sich über Investitionen.»
Vor 18 Monaten wurde mit dem Umbau der Gebäulichkeiten begonnen. In dem Survival-Camp Fort Gölle, in dem Reiten und das Überleben in der Wildnis gelernt und erlebt werden kann, sollen auch Jugendliche betreut werden, die ein wenig auf Abwege geraten sind. «Wir hoffen, sie auf diese Weise wieder ein wenig 'zurechtbiegen' zu können.»
Den Betrieb nimmt das Camp in Ungarn im August 2014 auf. Kleine Gruppen Schweizer Jugendlicher sollen dort für wenig Geld in den Genuss von Pferdeabenteuern kommen. Im Camp herrscht auch Ruhe vor Handys und Facebook. Die Geräte werden beim Eintritt eingezogen.
Eine Idee, die Rothenbühler ursprünglich in Steg realisieren wollte. «Es gibt nicht nur die Schweiz, sondern noch andere Länder in Europa», kommentiert der initiative Unternehmer seinen Entscheid, sein einzigartiges Freizeitangebot nun im Ausland anzubieten.









Artikel
Kommentare
Hans - ↑0↓0
Und bezogen auf die Betreuung der Pferde muss folgendes richtiggestellt werden: Die "freiwilligen" Helfer waren freiwillig, weil sie die Gelegenheit zum reiten wahrnehmen wollten. Sie haben das Reitvergnügen mit Arbeit kompensiert.
Ich bitte Sie, in Zukunft solche Kommentare zu unterlassen und mit allfälligen Beweisen direkt an Hr.Rothenbühler zu gelangen.
antworten
Alberto - ↑0↓0
So haltlos sind die Anschuldigungen warscheinlich nicht. Bin oft in Raron an der Koppel vorbei gelaufen, dort standen definitiv mehr Pferde und vorallem Wochenlang im Mist und teilweise 20-30 cm im Morast. Die Helfer hatten warscheinlich Mitleid mit den Viechern. Und im Wallis zahlt man Heu bar und nicht auf Rechnung. Das ist ehrensache! Trotzdem guten Start in Gölle
Susi - ↑1↓2
Ah und noch was.. bevor er sich ins Ausland absetzt, sollte er doch noch bitte die 300 Heuballen bezahlen, die er seit mehr als 2 Jahren dem Bauern in der Umgebung schuldig ist..!
antworten
Susi - ↑0↓0
Dann geh mit Gott, aber geh..!
Entgegen des Artikels hier, hatte er nicht 6 sondern in scheinen "Spitzenzeiten" bis zu 11 Tiere gehabt.Ohne Hilfe von ehrenamtlichen Helfern, hätte er nie so lange seinen utopischen Träumen nachgehen können! Hoffentlich gibt es in Ungarn auch gute Seelen für die Tiere dort, denn mit seiner arbeitsscheuen Art würden sie nicht regelmässig versorgt..!
antworten
Hans - ↑0↓0
Und bezogen auf die Betreuung der Pferde muss folgendes richtiggestellt werden: Die "freiwilligen" Helfer waren freiwillig, weil sie die Gelegenheit zum reiten wahrnehmen wollten. Sie haben das Reitvergnügen mit Arbeit kompensiert.
Ich bitte Sie, in Zukunft solche Kommentare zu unterlassen und mit allfälligen Beweisen direkt an Hr.Rothenbühler zu gelangen.
Hans - ↑0↓0
Liebe Susi
ich weiss nicht, wer Sie sind und was Sie zu diesen Aussagen bewog. Als juristischer Berater von Rothis WesternCity muss und kann ich Ihre diffamierenden Aussagen schärfstens zurückweisen.
Nach unserer Kontrolle ist keine Rechnung über Heuballen offen. Wenn dem so sein sollte, wurde nie eine Rechnung oder Mahnung über diese Lieferung ausgesprochen.