Nikolausbesuch in Naters

Nur noch einmal schlafen...

Eine Nikolaus-Gruppe aus den vergangenen Jahren
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Eine Nikolaus-Gruppe aus den vergangenen Jahren
Foto: zvg

Per Inserat suchte der Jugendverein «Jugend Naters» nach Nikoläusen.
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Per Inserat suchte der Jugendverein «Jugend Naters» nach Nikoläusen.
Foto: jugendnaters.ch

Quelle: 1815.ch /map 05.12.14 0
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In Naters wird der Besuch des Nikolaus bei den Kindern am 6. Dezember traditionellerweise vom Jugendverein «Jugend Naters» organisiert. Die Suche nach Freiwilligen, die für einen Abend in das rote Bischofskostüm mit Rauschebart schlüpfen, wird dabei immer schwieriger.

Die Organisation des Nikolausbesuchs bei den Kindern von Naters, Blatten und seit der Fusion auch von Mund und Birgisch gehört schon seit Jahren zu den festen Anlässen des Jugendvereins «Jugend Naters».

Zwischen 90 und 110 Familien melden sich jeweils dafür an, so Präsident Andreas Imsand. 12 Gruppen - bestehend aus Nikolaus, Engeln und Schmutzli - sind am Samstag ab 17.00 bis (idealerweise) 20.00 Uhr in ganz Naters und Blatten unterwegs. Aus Mund und Birgisch sind in diesem Jahr keine Anmeldungen eingegangen.

«Ich selber bin seit drei Jahren als Nikolaus unterwegs. Im letzten Jahr war meine Gruppe bis 22.00 Uhr im Einsatz. Dass der Nikolaustag dieses Jahr auf einen Samstag fällt, ist sicher gut für uns. Da kann man die Familien auch etwas später noch besuchen, weil die Kinder am folgenden Tag ja keine Schule haben.»

Nikolausmangel

Der Grund für die Nachtschichten: Die Nachfrage nach dem Besuch des Nikolaus ist gross, bei der Suche nach Freiwilligen allerdings hapert es. «Wir verfügen über eine Basis von acht bis zehn Nikoläusen, die Mitglieder des Jugendvereins sind, und immer wieder mitmachen. Dazu kommen jeweils noch ein paar Nicht-Mitglieder.» Diese würden sich dann meist aber lieber als Schmutzli melden. «Viele überschätzen die Arbeit eines Nikolaus.» 

Ein weiteres Problem sei, dass viele, die jahrelang am 6. Dezember als Nikolaus auf Kinderbesuch waren, nun selber Kinder oder Patenkinder hätten und deshalb nicht mehr zur Verfügung stünden. «Drei Nikoläuse mehr wären perfekt. Es ist ein schöner Abend, aber halt auch sehr stressig, da so wenige Gruppen mitmachen.»

Für das Zusammentrommeln von Engeln und Schmutzlis ist jeder Nikolaus selbst verantwortlich. «So wie ich es bisher erlebt habe, sind es immer dieselben Personen, die sich gemeinsam als Gruppe melden», erklärt Imsand. «Natürlich helfen wir aber mit, wenn ein Nikolaus selbst keine Engel und Schmutzlis findet. Wir haben immer ein paar Freiwillige in der Hinterhand. Trotzdem ist es letztes Jahr vorgekommen, dass wir einen Nikolaus ohne Begleitung auf Tour schicken mussten.»

Suche per «Stelleninserat»

Um dem Mangel an Nikoläusen beizukommen, hat sich der Jugendverein dieses Jahr besonders ins Zeug gelegt: An der GV der Altjungwacht wurde auf den Anlass aufmerksam gemacht, Mails an den Männerverein wurden verschickt und im eigenen Umfeld herumgefragt. Per «Stelleninserat» wurde auf der Homepage der «Jugend Naters» nach kinderlieben Freiwilligen gesucht, die Konakt mit Eltern schätzen, zwei böse schauende Schmutzlis mitbringen und Engel, die flöten und singen. Im Gegenzug bietet der Verein Einführung ins Nikolausleben, glänzende Kinderaugen und ein gemütliches Abendessen im Anschluss an die Besuche.

Der Besuch des Nikolaus ist für die Familien kostenlos. Es steht ihnen jedoch frei, einen beliebigen Betrag zu spenden. Dieser wird für das Abendessen im Zentrum Missione eingesetzt, welches als Dank für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen gedacht ist, denn auch ihr Einsatz wird nicht entlohnt. Zudem wird das Geld - im Schnitt kämen zwischen 1000 und 1500 Franken zusammen - für neue Kostüme und für die Behindertenfasnacht, die der Jugendverein ebenfalls organisiert, eingesetzt.

05. Dezember 2014, 15:00
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