Kultur | Saltinastädtchen verschwistert sich mit San Jerónimo Norte
Argentinisches Dorf wird Partnergemeinde von Brig-Glis

Dr. Alois Grichting, Restaurator Martin Furrer, Stadtpräsident Louis Ursprung, der Gliser Pfarrer Daniel Rotzer und Stadtschreiber Dr. Eduard Brogli (v.l.) vor der fertigen Marienstatue.
Foto: Walliser Bote

Zusammen mit dem Krienser Holzbildhauer Toni Meier zeichnete der Briger Restaurator Martin Furrer für die Herstellung der Statue verantwortlich.
Foto: Walliser Bote
Vor knapp 160 Jahren gründeten Briger Auswanderer in der argentinischen Provinz Santa Fe das Dörfchen San Jerónimo Norte. Am kommenden Donnerstag nun werden Vertreter der Brig-Gliser Stadtbehörden im argentinischen 5500-Seelen-Dorf einen Partnerschaftsvertrag unterzeichnen.
«Primär ist es ein symbolischer Akt», erklärt Dr. Eduard Brogli, Stadtschreiber von Brig-Glis. Allerdings nicht nur: «Es wird sicherlich auch Besuche geben; ich kann mir zudem Austausche vorstellen», so Brogli zum zukünftigen Kontakt zwischen den beiden Gemeinden.
Die Delegation aus dem fernen Wallis reist indes nicht mit leeren Händen nach Argentinien: Mit im Gepäck haben sie eine Kopie derjenigen Marienstatue, die in der Gliser Kirche steht. Bereits 1863 hatten zwei Auswanderer ebenfalls eine Kopie dieser Statue nach San Jerónimo Norte mitgenommen. Diese ist inzwischen allerdings in Privatbesitz. Die Gläubigen des Dorfes haben deshalb den Wunsch geäussert, eine neue Kopie des Gliser Originals in ihrer Kirche aufzustellen.
Dank der Hilfe von Dr. Alois Grichting konnte diesem Wunsch nun entsprochen werden: Grichting suchte nach Donatoren und fand diese in der Pfarrei Glis, privaten Spendern und natürlich der Stadtgemeinde Brig-Glis, welche damit ein äusserst willkommenes Geschenk zur Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde mitbringen kann.
pac
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