Korruption | Drei Plätze schlechter als im Vorjahr
Schweiz im Transparency-Ranking auf Platz 8

Die Schweizer Flagge auf dem Niesen (Symbolbild)
Foto: Keystone
Die Schweiz belegt im Korruptionswahrnehmungsindex 2017 von Transparency International Rang 8, drei Plätze schlechter als im Jahr davor. Am wenigsten Korruption gibt es laut dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht in Neuseeland, Dänemark und Finnland.
Für ihren Korruptionswahrnehmungsindex wertet Transparency International Länderanalysen von NGOs, Stiftungen und Unternehmensberatungen aus und befragt Manager nach ihrer Einschätzung der Häufigkeit von Korruption. Seit Jahren schneidet die Schweiz im Ranking stabil innerhalb der Ränge 5 und 8 ab.
Die Organisation Transparency International sieht weltweit kaum Fortschritte beim Kampf gegen die Korruption. Zwar gebe es in einigen Ländern wie Grossbritannien oder Senegal Verbesserungen, teilte die Organisation am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung ihres Korruptionswahrnehmungsindex mit, andere hätten sich aber verschlechtert.
Schlusslichter in dem Ranking von 180 Ländern sind auch dieses Jahr wieder Afghanistan, Somalia, der Südsudan und Syrien. "Insbesondere Länder mit niedrigem Schutz für Presse und Nichtregierungsorganisationen weisen tendenziell ein hohes Korruptionsniveau auf", teilte die Organisation dazu mit.
"Mehr Korruption geht einher mit weniger Beachtung bürgerlicher Freiheiten sowie von Rechtsstaatlichkeit", sagte die Vorsitzende von Transparency International, Ferreira Rubio. Daher sage der Index auch etwas über den Stand der Demokratie in dem betreffenden Land aus: "Wenn wir gegen Korruption kämpfen, kämpfen wir für Demokratie."
Der Corruption Perceptions Index misst nur die im öffentlichen Sektor grassierende Korruption. Die Korruption im Privatsektor wird nicht berücksichtigt.
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