Fussball | Schwierige Zeiten für Trainer Gabri
Sittener Aufholjagd gescheitert

Betrübte Mienen bei den Spielern des FC Sitten
Foto: Keystone
Die Aufholjagd des FC Sitten zum Rückrundenstart kann als gescheitert bezeichnet werden. Die Walliser verloren daheim 1:3 gegen GC. Damit haben sie sechs Punkte Rückstand auf alle in Reichweite liegenden Mannschaften.
Das Wettkampfglück, das Trainer Murat Yakin in seiner Anfangszeit als GC-Trainer mitgebracht hatte, wirkte auch im heutigen Match, mit dem Schlusslicht Sitten eigentlich eine Aufholjagd starten wollte. Als die Zürcher nach 39 Minuten den Ball zweimal auf das Sittener Tor gebracht hatten, stand es 2:0.
Das 1:0 nach einer halben Stunde war aus der Sicht der Grasshoppers ein prächtiges Tor. Es erzielte der nicht als Goalgetter bekannte Numa Lavanchy nach einer Kombination über den jungen Nedim Bajrami und Marco Djuricin. Aus Sittener Sicht war der Rückstand ärgerlich. Denn der lange verletzt gewesene, über wenig Praxis verfügende rechte Verteidiger Freddy Mveng liess Lavanchy frei gewähren. Das 2:0 musste Goalie Kevin Fickentscher auf seine Kappe nehmen. Er blockierte einen Schuss von Bajrami, verlor aber das Gleichgewicht und liess den Ball hinter die Linie fallen.
Ausgerechnet der brasilianische Mittelfeldspieler Adryan, der im Herbst lange verletzt war und wenig gespielt hatte, gab den Wallisern nur Sekunden nach der Pause die Hoffnung mit einem Kopfball zum 1:2 zurück. Adryan hatte Marco Schneuwly ersetzt, der kurz vor der Pause seinerseits in guter Position das Anschlusstor vergeben hatte. Danach war jeglicher Ausgang möglich. Mveng traf mit einer Bogenlampe die Latte, nachdem Goalie Heinz Lindner das Tor verlassen und den Ball von der Strafraumgrenze auf Mveng gefaustet hatte. Aber nur wenig später machten Marko Basic mit einem nonchalant verwerteten Foulpenalty zum 3:1 alles klar.
Möglicherweise war der Sieg der Zürcher die Frucht einer List von Murat Yakin. Er liess seine Spieler in der ganzen ersten Halbzeit auffällig stark zurückstaffeln und tief stehen. Er war gewarnt vom Spiel von Ende November, als die Zürcher im Wallis schon nach fünf Minuten in Rückstand gerieten und dem FC Sitten den einzigen Heimsieg des Herbstpensums ermöglichten. Mit ihrer fast schon übertriebenen Passivität überliessen die Grasshoppers dem Gegner das Feld. Mit ihren ersten Angriffen schlugen sie zweimal zu.
Auf Sittens Trainer Gabri kommen schwierige Zeiten zu. Da alle in Reichweite liegenden Mannschaften zu Beginn des Frühlingspensums gewannen, klafft vor Sitten nunmehr eine Lücke von sechs Punkten.
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