OS18 | Biathlon Frauen, Massenstart
Gold für Kuzmina - Schweizerinnen weit zurück

Beim Massenstartrennen der Biathletinnen über 12,5 km klassierte sich Lena Häcki als beste Schweizerin auf Rang 23.
Foto: Keystone
Im Massenstart, der Königsdisziplin im Biathlon, riss die Diplomserie der Schweizer Frauen. Auch Deutschlands Dominatorin Laura Dahlmeier musste beim Sieg von Anastasiya Kuzmina eine Niederlage einstecken.
Im Kampf Frau gegen Frauen knüpften die drei Schweizerinnen nicht an ihre Leistungen an, die ihr die Qualifikation für den Wettkampf der Top 30 eingetragen hatte. Lena Häcki (23.), Elisa Gasparin (27.) und Irene Cadurisch (28.) liefen Strafrunden en masse. Selina Gasparin, die stärkste Schweizerin im Weltcup, musste wegen ihrer schwachen Auftritte in den ersten drei Wettkämpfen zuschauen.
Zu den Verliererinnen zählte auch Laura Dahlmeier. Die Deutsche war zuletzt an Grossanlässen in 14 Rennen in Folge auf dem Podest gestanden. Nun riss die Serie. Der Massenstart wurde von zwei Ü-30-Athletinnen, beide Mütter, geprägt. Anastasiya Kuzmina, aktuell die stärkste Läuferin im Feld der Biathletinnen, gelang ein Start-/Ziel-Sieg. Die in Russland gross gewordene Slowakin baute im Rennen über 12,5 km ihren Vorsprung sukzessive aus; 19 von 20 Scheiben traf sie, der letzte Versuch ging daneben.
Die Weissrussin Daria Domratschewa, die Frau von Biathlon-Übervater Ole Einar Björndalen, schoss und lief zu wenig schnell, um noch Profit aus Kuzminas Ehrenrunde zu schlagen. Bronze ging an die Norwegerin Tiril Eckhoff.
Für Kuzmina ist es bereits die dritte Goldmedaille bei Olympischen Spielen nach jenen 2010 und 2014 im Sprint. In Pyeongchang gewann sie nach Silber in der Verfolgung und im Einzel ihr erstes Gold. Domratschewa, die dreifache Siegerin von Sotschi, gewann somit ebenfalls 2010, 2014 und 2018 mindestens eine Medaille. Eckhoff hingegen ist wegen ihrer schlechten Trefferquote eine Wundertüte, die an Grossanlässen gleichwohl immer wieder Glanzpunkte setzen kann. Vor zwei Jahren in Oslo war sie beispielsweise Sprint-Weltmeisterin in ihrer Heimat geworden.
Artikel
Kommentare
Noch kein Kommentar