Boxen | Technischer K.o. in der 7. Runde
Fury entthront Wilder als WBC-Schwergewichts-Weltmeister

Der 2,06 m grosse Fury verbesserte mit dem erneuten Titelgewinn seinen Kampfrekord auf 30 Siege (21 vorzeitig) und einem Remis.
Foto: Keystone
Tyson Fury ist neuer WBC-Schwergewichts-Weltmeister. Der 31-jährige Engländer deklassierte in Las Vegas den langjährigen amerikanischen Titelhalter Deontay Wilder (34) und siegte durch technischen K.o. in der 7. Runde.
Der Kampf wurde vom Ringrichter abgebrochen, der den klar unterlegenen Champion aus dem Kampf nahm. Praktisch zeitgleich war aus der Ecke des bedrängten Wilder mittels Handtuchwurf die Aufgabe erfolgt.
Ein dominanter Fury hatte Wilder in der 3. und 5. Runde je einmal niedergeschlagen. Zudem war Wilder wiederholt «weggerutscht». Das erste Duell der beiden bis anhin ungeschlagenen Boxer hatte vor 14 Monaten in Los Angeles unentschieden geendet.
Wilder war beim Kampfabbruch mit dem Handtuchwurf nicht einverstanden. «Warum habt ihr das getan?», fragte er in Richtung seiner Ringecke. Doch aufgrund des einseitigen Kampfverlaufs war der Gesundheitsschutz von Wilder nachvollziehbar.
Denn der ungemein wendige Fury deklassierte Wilder vom ersten Gong an. Der entschlossene Herausforderer deckte den Titelhalter mit zahlreichen Schlagserien ein und kassierte selbst kaum Gegentreffer. "Ich traf ihn, rannte ihm nach und traf ihn immer weiter", konstatierte Fury nach dem Kampf. Wilder seinerseits vermochte seine gefürchtete rechte Schlaghand nicht einmal ansatzweise zu platzieren.
Für Fury ist der Triumph eine Rückkehr auf den Schwergewichs-Thron. Im November 2015 hatte er mit dem Ukrainer Wladimir Klitschko bereits einen anderen langjährigen Schwergewichts-Weltmeister entthront und sich damals die Gürtel nach WBA-, WBO- und IBF-Version umschnallen dürfen.
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