OS18 | Norweger räumen in Herren-Abfahrt ab
Feuz holt «nur» Bronze

Beat Feuz hätte für seinen ganz grossen Erfog einen Toptag erwischen müssen.
Foto: Keystone
Beat Feuz verpasste den anvisierten Olympiasieg in der Abfahrt, aber hinter den Norwegern Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud holte er sich immerhin Bronze. Sein Rückstand auf Gold beträgt 18 Hundertstel Sekunden.
"Ich fühlte mich von oben bis unten nicht wohl. Es ist sehr hart, trotzdem "nur" so wenig Zeit auf den grossen Erfolg verloren zu haben", meinte er.
So souverän wie im Training kam Beat Feuz nicht über die Runden. Es machten sich ein paar kleine Unsicherheiten bemerkbar. Trotzdem verpasste der Weltmeister von 2017 den Sieg nur knapp. Auf Svindal, den ersten Abfahrts-Olympiasieger aus Norwegen, verlor der Emmentaler lediglich 18 Hundertstel, 6 Hundertstel betrug die Differenz zum zweitplatzierten Jansrud.
Feuz glaubte nach zehn gestarteten Fahrern nicht daran, dass er noch eine Medaille gewinnen würde. "Meine Fahrt war zu wenig gut", so seine Einschätzung während des Rennens. Zu diesem Zeitpunkt standen noch alle vier Österreicher oben am Start. Aber schliesslich schob sich keiner mehr am Berner vorbei. So resultierte für Feuz am dritten Grossanlass in Serie eine Medaille in der Abfahrt. Dritter war er 2015 an der WM in Beaver Creek geworden, Weltmeister letztes Jahr und nun reichte es ihm zu seiner ersten Edelmetall-Auszeichnung an Olympischen Spielen.
Svindal sicherte sich seine vierte Olympia-Medaille, die zweite in Gold. 2010 an den Spielen von Vancouver war der 35-Jährige Olympiasieger im Super-G geworden. Hinzu kommen fünf WM-Titel. Svindal ist inzwischen 35 Jahre alt und damit der älteste alpine Goldmedaillen-Gewinner der Geschichte. Der zweitplatzierte Jansrud errang seine bereits vierte Medaille. Er war 2014 in Sotschi Olympiasieger im Super-G geworden und er schien auch in Südkorea auf gutem Weg zu weiterem Gold. Jansrud lag bei allen Zwischenzeiten vor Svindal, doch im Ziel fehlten ihm schliesslich 12 Hundertstel.
Beat Feuz' Teamkollegen konnten nicht mithalten. Der Bündner Mauro Caviezel beendete das Rennen als 13., der Obwaldner Marc Gisin wurde 21. und der Zürcher Gilles Roulin landete nur auf Position 33.
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