OS18/Curling | Olympisches Curlingturnier für Schweizerinnen vorbei
Auch zwei Siege am Schluss nützen nichts mehr

Für die Schweizerinnen um Skip Silvana Tirinzoni ist das olympische Curlingturnier im Prinzip vorbei.
Foto: Keystone
Zwei Spiele vor Schluss der Round Robin ist das olympische Curlingturnier für die Schweizerinnen um Skip Silvana Tirinzoni im Prinzip vorbei. Das Team scheidet aus, auch wenn es Dänemark und Japan in den letzten beiden Spielen besiegen würde.
Die 7:8-Niederlage gegen den aktuellen Europameister Grossbritannien um Skip Eve Muirhead war eine Niederlage zu viel. Die Hochrechnungen mit den möglichen Ergebnissen in allen noch ausstehenden Spielen ergab, dass die Schweizerinnen im Idealfall mit zwei Siegen noch punktgleiche Vierte hätten werden können. Da in einem solchen Fall aber die Resultate aller Direktbegegnungen massgebend sind, wäre die Schweiz für ein allfälliges Entscheidungsspiel nicht in Frage gekommen.
So müssen Marlene Albrecht, Manuela Siegrist, Esther Neuenschwander und Silvana Tirinzoni vom CC Aarau an ihrem ersten Olympia-Turnier die Enttäuschung über ein unbefriedigendes Abschneiden hinnehmen. Sie können in den ausstehenden Partien am Mittwoch noch etwas für ihre Schlussbilanz tun. Über das ganze bisherige Turnier gesehen, ist die Zwischenbilanz von zwei Siegen und fünf Niederlagen jedoch tatsächlich eine Enttäuschung.
Gegen die von der ehemaligen Weltmeisterin Eve Muirhead angeführten Schottinnen zeigten die Schweizerinnen trotz der Niederlage eine ihrer besseren Leistungen. Tirinzoni, die in der ersten Hälfte des Olympia-Turniers viel Mühe gehabt hatte, kam immerhin zum zweiten Mal in Folge auf eine Quote von mehr als 80 Prozent an gelungenen Steinen. Der Match blieb bis zuletzt offen, die Entscheidung fiel mit einem Zweierhaus der Britinnen im 10. End.
Im Spiel davor hatten die Schweizerinnen gegen das Team OAR mit 11:2 einen Kantersieg errungen. Die in jeder Beziehung und auf jeder Position überlegenen Schweizerinnen machten schon in der ersten Spielhälfte alles klar, indem sie auf 7:1 davonzogen. Nach sieben Ends gaben die Russinnen, die Europameisterinnen von 2016, auf.
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