Busunfall Siders
Eltern der Opfer mit Gutachten unzufrieden
Bild von der Rettungsaktion nach dem Busunglück im vergangenen Jahr bei Siders mit 28 Toten (Archiv).
Foto: Keystone
Mit dem abschliessenden Gutachten des Walliser Staatsanwalts Olivier Elsig sind Eltern der Opfer des Busunglücks in Siders nicht zufrieden. Sie werden wohl Untersuchungsergänzungen verlangen.
Der Walliser Staatsanwalt Olivier Elsig war am Montag nach Belgien gereist, um die Familien über das Gutachten des Universitätszentrums für Rechtsmedizin Lausanne-Genf zu informieren. Demnach kommen als wahrscheinlichste Unfallursachen eine Unachtsamkeit oder ein Schwächeanfall des Chauffeurs in Frage. Da beides ausschliesslich den Chauffeur betrifft, wird eine Einstellung des Verfahrens in Erwägung gezogen, wie die Walliser Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte.
In Medien Belgien wurde inzwischen Kritik laut am Expertenbericht. «Eltern durch Mangel an Sicherheit enttäuscht» lautet die Schlagzeile bei deredactie.be. «Es bleibt bei Hypothesen, während die Menschen Klarheit suchen», wird Anwalt Dirk Vanden Boer zitiert, der viele der betroffenen belgischen Eltern vertritt. Vanden Boer kündigte an, dass vermutlich die Eltern jetzt ergänzende Untersuchungen verlangen würden.
Beim Unfall am 13. März 2012 im Tunnel der Autobahn A9 bei Siders verloren 22 Kinder und sechs Erwachsene ihr Leben. Weitere 24 Kinder wurden teilweise schwer verletzt. Ein belgischer Reisecar war frontal in eine Nothalte-Nische des Tunnels geprallt.









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